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[Review] Xenome
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Autor
Thema: [Review] Xenome (Gelesen 471 mal)
Crish
Administrator
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Beiträge: 1561
[Review] Xenome
«
am:
05 September 2010, 15:18:19 »
„Willkommen in der Welt von morgen!“ - so wird Philip J. Fry in der ersten Folge von Futurama begrüßt, nachdem er aus dem Winterschlaf in einer Kältekammer aufgewacht ist. Fry ist begeistert vom Verlust seines alten Lebens, den neuen Möglichkeiten und trauert der Vergangenheit mit keiner Träne nach. Etwas weniger Glück hat unser namenloser Held in Xenome. Auch er erwacht aus dem Kälteschlaf in einer Cryo-Kammer, doch anstatt von einem freundlichen Mitarbeiter begrüßt zu werden, erwartet ihn eine auf den ersten Blick tote Wüste, die das einstmals stolze Amerika unter sich begraben hat. Erste Hilfe im Chaos der neuen Umgebung findet er bei einer Gruppe Wüstenbewohner.
Nach der Apokalypse
An dieser Stelle steigt der Spieler in die Welt von Xenome ein. Gleich zu Anfang gilt es, kleinere Missionen zu erfüllen, die uns nicht nur mit ersten Ausrüstungsgegenständen versorgen, sondern auch etwas Licht ins storytechnische Dunkel bringen. Zwei Großkonzerne, genannt Union und Prime, haben die Kontrolle über die Reste der Zivilisation übernommen und stehen seit längerem in Konflikt. In dieser Situation hat sich eine Untergrundbewegung gebildet, die für keine der beiden Seiten Sympathien hegt. Eben diese Gruppe hat unseren Helden ins Leben zurückgeholt, um den Konflikt entscheidend zu beeinflussen. Warum das so ist, klärt sich im späteren Spielverlauf und soll hier nicht verraten werden. Nur soviel: Xenome ist eines der wenigen storylastigen iPhone-RPGs und liefert dem Spieler dementsprechend relativ viel Text zum Lesen. Glücklicherweise in kleinen Portionen, sodass das Interesse nicht darunter leiden muss.
Den größten Teil der Zeit verbringt der Spieler ohnehin damit, die Wüste zu erkunden und sich dabei mit Machete und Gewehr gegen verschiedenste Gegner zur Wehr zu setzen. Nach deren Ableben gibt es selbstverständlich Erfahrungspunkte, neue Items, Bares und das titelgebende Xenome. Dieses Material, das nicht nur vom Namen her an das Genom erinnert, ist der Ausgangsstoff für neue Fähigkeiten, die unser Held im Laufe des Spiels erlernen kann. Anders als man es gewohnt ist, stehen die nämlich nicht einfach nach dem Stufenaufstieg bereit, sondern müssen als Mutation beim Chemiker gekauft werden, gegen Geld und Xenome. Praktischerweise sind die Veränderungen nicht von Dauer und können nach Belieben ausgetauscht werden. Taktische Planung ist beim Erlernen der Skills also nicht nötig. Zusammengemischt werden diese Verbesserungen übrigens an einer verrotteten Tankstelle, die stilecht auch als Shop für bessere Ausrüstung dient.
Schöne Einöde
Mit der ungewöhnlichen Story und dem postapokalyptischen Setting hebt sich Xenome nicht nur angenehm von der Masse der im AppStore gut vertretenen asiatischen Einheitskost ab, sondern kann auch mit einer stimmigen Präsentation punkten. Wie von einer Wüste nicht anders zu erwarten, dominieren Gelb- und Brauntöne die vorhandene Farbpalette, doch es sind die Details, die Xenome sehenswert machen. Verrostete Autos, die auf einem sandüberwehten Highway liegen geblieben sind und in der Nähe eines schief hängenden Straßenschildes auf die Ewigkeit warten, sorgen ebenso perfekt für Stimmung, wie die langsam verfallende Stadt Philmore.
Xenome bietet viel zu entdecken und wiederholt sich dabei glücklicherweise nicht. Jeder einzelne Ort hat charakteristische Merkmale und wird so vom Spieler wiedererkannt. Neben der angenehmen Abwechslung ist das auch aufgrund der riesigen Spielwelt von Vorteil. Mit einer umfangreicheren Umgebung konnte bisher kein anderes iPhone-Spiel glänzen. Damit die Reisewege dennoch im Rahmen bleiben, haben die Entwickler ein praktisches Teleportationssystem eingebaut. Hat man einen Teleporter, im Spiel Pinger genannt, aktiviert, ist er jederzeit von anderen Pingern aus erreichbar.
Auf High-End-Grafikeffekte, wie man sie etwa bei Epic Citadel sehen kann, muss allerdings zu Gunsten des Arbeitsspeicherbedarfs verzichtet werden. Der war in der Version 1.0 ohnehin schon so hoch, dass Xenome auf älteren Geräten wie dem iPhone 3G nicht zum Laufen gebracht werden konnte. Mittlerweile kann man das Spiel dank leichter optischer Abstriche und verbessertem Speichermanagement auch auf diesem Gerät genießen.
Dumme Gegner und schwierige Steuerung
Neben den Highlights gibt es aber auch Kritikpunkte. So leidet Xenome an einer gewissen Leblosigkeit. Hat man sich beim Design der Spielwelt offensichtlich größte Mühe gegeben, wurden die Bewohner eher lieblos in die Gegend gesetzt. Ob Forschungseinrichtung, Zeltlager oder Highway – die Gegner kennen keine andere Beschäftigung als zu patrolieren. Dass ein Tier beim Fressen oder eine Wache beim Rauchen überrascht wird, passiert nicht. Wer nur die Nähe eines Gegners kommt, wird sofort entdeckt und angegriffen, was offensichtlich einer sehr simplen KI geschuldet ist. So können Gegner auch durch Häuser hindurchsehen und zum Angriff übergehen - auf direktem Weg gegen die Hauswand.
Auch die Steuerung hätte etwas besser gelöst werden können. Zwei virtuelle Sticks zum Bewegung und Drehen der Kamera sind nicht die ideale Lösung und haben andere Spiele schon ruiniert. Ganz so tragisch ist das bei Xenome allerdings nicht, da die Kämpfe langsam ablaufen und kleine Fehler nicht sofort den virtuellen Tod bedeuten.
Fazit
Xenome hat wenige Schwächen und viele Stärken. Eine aufwendig gestaltete, riesige Spielwelt und die spannende Story sorgen für stundenlange Unterhaltung. Zumindest wenn man sich mit damit anfreunden kann hin und wieder einen längeren Text zu lesen und nicht nur auf schnelle Action aus ist. Wer zusätzlich ein Fable für Endzeitrollenspiele wie Fallout hat, kann hier bedenkenlos zugreifen.
Wertung: 8/10
«
Letzte Änderung: 07 September 2010, 23:37:17 von Crish
»
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Kain
Sr. Member
Beiträge: 392
Re: [Review] Xenome
«
Antworten #1 am:
07 September 2010, 15:44:26 »
Riesige Spielwelt hört sich ja wünderschön an. Ich habe das mit den Level's nicht so ganz verstanden. Kann man da level steigen oder neue Skills lernen und Rüstungen kaufen oder wie ist das?
Ansonsten ist es ein perfecktes Rewiew, eines, dass ich mir nur wünschen kann.
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Crish
Administrator
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Re: [Review] Xenome
«
Antworten #2 am:
07 September 2010, 19:48:09 »
Alles. Um auf neue Rüstungen und Skills zugreifen zu können, muss man im Level aufsteigen. Der Unterschied liegt in der Art, wie Skills erlernt werden. Sie stehen nicht einfach bereit, sondern müssen gegen Xenome und Geld beim Chemiker gekauft werden, quasi wie eine Ausrüstung.
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Kain
Sr. Member
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Re: [Review] Xenome
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Antworten #3 am:
08 September 2010, 13:36:20 »
Also hat es RPG Elemente?
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Crish
Administrator
Veteran Member
Beiträge: 1561
Re: [Review] Xenome
«
Antworten #4 am:
08 September 2010, 14:22:40 »
Nicht nur Elemente. Es ist ein vollwertiges Rollenspiel. Ein ziemlich Gutes sogar.
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Kain
Sr. Member
Beiträge: 392
Re: [Review] Xenome
«
Antworten #5 am:
09 September 2010, 08:38:22 »
Das hole ich mir. Läuft es auf dem IPod touch?
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Crish
Administrator
Veteran Member
Beiträge: 1561
Re: [Review] Xenome
«
Antworten #6 am:
09 September 2010, 11:17:10 »
Auf dem iPod Touch der ersten Generation läuft (noch) nicht. Da du aber die 2 Generation zu haben scheinst, sollte es laufen.
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Kain
Sr. Member
Beiträge: 392
Re: [Review] Xenome
«
Antworten #7 am:
10 September 2010, 08:36:28 »
Habs mir gekauft und es läuft nicht so wie erwartet. Es stürzt unterschiedlich schnell ab und ich habe noch nicht mal die Meldung bekommen, dass es nicht laufen sollte. Aber es speichert automatisch ab nach jedem Absturz, kann es also spielen. Das Gameplay ist cool, besonders durch die Skills. Finde das Spiel im gesamten ganz ok, nur halt für den Anfang ein bisschen teuer.
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Crish
Administrator
Veteran Member
Beiträge: 1561
Re: [Review] Xenome
«
Antworten #8 am:
12 September 2010, 20:39:35 »
Das sind Probleme mit der Speicherverwaltung, aber die Jungs arbeiten dran. In der Version 1.0 wäre es bei dir gar nicht gelaufen. Bei mir aber auch nicht.
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