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Autor Thema: [Review] SPORE Origins  (Gelesen 524 mal)
Crish
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« am: 03 September 2008, 07:12:43 »

Pünktlich zum Erscheinen des PC-Evolutionsspiels SPORE bringt EA eine Version für Mobiltelefone auf den Markt. Abgespeckt, versteht sich. Anstatt sich durch alle Epochen der Evolution, also vom Urschleim zur raumfahrenden Zivilisation, zu spielen, muss man sich in der Handyversion mit dem Überlebenskampf in der Ursuppe begnügen. In 18 Leveln gilt es, den eigenen Einzeller zum Sieg über konkurrierende Mikroben zu führen.

PacMan meets Evolution

Begonnen wird der Kampf ums Überleben in der Ursuppe, wo uns von EA ein netter Einzeller ohne besondere Fähigkeiten zur Verfügung gestellt wird. Während das erste Level noch zur Eingewöhnung dient, merkt man recht schnell, dass SPORE nur einer Regel gehorcht: Fressen oder gefressen werden. Das Vertilgen der kleineren Konkurrenz lässt uns wachsen und versorgt uns mit frischer DNA, die dann in Mutationen investiert werden kann. Ziel eines jeden Levels ist es, genügend DNA zu sammeln.
Nach jeweils drei Level dürfen wir unserem Mikroorganismus eine Verbesserung spendieren. Dabei kann man zwischen Angriffswerkzeugen, Verteidigung, Fortbewegungs- und Sehorganen wählen. Die Wahl will allerdings weise getroffen werden, da im ganzen Spiel nur 5 Verbesserungen möglich sind, es aber pro Gruppe drei Ausbaustufen gibt.
Der Schwierigkeitsgrad steigt im Spielverlauf stetig an und macht das Gelingen eines Levels später häufig abhängig vom Glück. Hat man die ersten Sekunden eines Levels aber überstanden, kommt man dem Ende allerdings schnell näher, da mit dem Wachstum der Mikrobe ständig auch größere Opfer vertilgt werden können. Alles in allem kann man das Spiel so in weniger als einer Stunde durchspielen.

Klare Sicht in trüben Gewässern

Optisch präsentiert sich SPORE Origins in hübsch gezeichneter und detailreich animierter Comicgrafik, die keine Wünsche offen lässt. Einzig das kleine Display meines K750i ärgerte mich hin und wieder, wenn ich meinen Mikrob in einen, hinter dem Bildschirmrand lauernden, Gegner manövrierte. Glücklicherweise ist die Steuerung recht präzise, sodass man sich auch zwischen vielen Gegnern durchschlängeln kann.

Online-Gladiatoren

Beendet man das 18. Level des Spiels erhält man nicht nur einen Snake-ähnlichen Survivalmodus, sondern auch die Möglichkeit die nun fertige Amöbe online gegen die Mikroben anderer Spieler antreten zu lassen. Nach der Registrierung bei EA kann man sich im Schnellkampf einen Zufallsgegner zuweisen lassen, oder via Highscoreliste selbst wählen. Der Kampf wird dann automatisch ausgeführt. Glücklicherweise wird nicht nur der Ausgang, sondern der ganze Kampf angezeigt, was trotz der eigenen Verbannung auf die Zuschauertribüne durchaus spannend sein kann, da die Mikroben nicht nur stur aufeinander einstürmen, sondern sich auch taktisch zurückziehen, wenn es brenzlig wird. Aus dem Verhältnis von gewonnen und verlorenen Kämpfen ergeben sich dann die Punkte zur Platzierung in der Rangliste.

Fazit

SPORE Origins hinterlässt bei mir gemischte Gefühle. Einerseits finde ich es schade, dass die nachfolgenden Evolutionsstufen nicht vorhanden sind, was aber sicher ein zu ambitioniertes Projekt wäre. Schließlich umfasst das Spiel auch so schon mehr als 600KB. Gefallen hat mir allerdings die Möglichkeit, relativ frei eine eigene Kreatur zu erschaffen, die nicht nur in ihren Fähigkeiten, sondern auch ihrem Aussehen von mir entworfen werden kann. Obwohl die Optionen bei weitem nicht so zahlreich, wie im großem Bruder sind, gibt es unzählige verschiedene Amöben, die man in den Onlinekämpfen bewundern kann. Das Spielprinzip selbst ist weniger spannend, bietet es ja nicht wesentlich mehr als ein verbessertes PacMan. Vor allem die kurze Spieldauer war etwas enttäuschend. Andererseits bietet der Onlinemodus eine richtigen Motivationsschub. Nachdem meine erste Amöbe in sämtlichen Kämpfen kläglich versagte, wollte ich mir unbedingt eine bessere basteln und spielte das Spiel direkt noch einmal durch. Hier hat die geringe Spielzeit dann doch wieder etwas Gutes. Nett ist auch der Survivalmodus, wenn auch nur um etwas Abwechslung vom wesentlich härterem Überlebenskampf des Hauptspiels zu bekommen.
Alles in allem ist SPORE Origins ein durchaus brauchbares Spiel, besonders für Fans von Arcade-Fressorgien und Hobbygentechnikern.
Übrigens werden im Abspann des Spiels Nachfolger angekündigt. Vermutlich werden dann die einzelnen Evolutionsphasen von SPORE in Stücken nachgeliefert.

Screenshots

Hübsche Screens habe ich bisher leider nicht gefunden, deshalb gibt es diesmal nur ein Trailervideo mit Kommentaren der Entwickler.

« Letzte Änderung: 11 Dezember 2008, 21:29:39 von Crish » Gespeichert
Arctica
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« Antworten #1 am: 03 September 2008, 07:39:06 »

Nettes Review, danke Crish Wink

Hört sich ja gar nicht so schlecht an wie ich gedacht hatte, vielleicht leg ichs mir wirklich zu^^

Ist man bei der Gestaltung wirklich frei oder werden Körperteile automatisch plaziert und man wählt nur die Grösse?
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Crish
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« Antworten #2 am: 03 September 2008, 13:02:33 »

Man kann die Körperteile frei positionieren aber an der Größe kann man hier nicht schrauben. Dafür ist die Anzahl der Teile frei wählbar. Außerdem kann man Farbe, Muster und Form einstellen. Hat schon was. Wink
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