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Autor Thema: [Review] Might & Magic  (Gelesen 609 mal)
Miauchen
Jr. Member
*
Beiträge: 96



« am: 30 Juli 2009, 22:54:41 »

Guten Abend zusammen! Smiley

Vor wenigen Minuten habe ich mein erstes JAVA-Spiel beendet: Might & Magic


Dieses Spiel hat mich in mehrerlei Hinsicht wirklich überrascht. Die Gründe möchte ich euch mit dem folgenden Review näher bringen:

Story:

Der Dämonenlord bedroht die Welt und zieht im Hintergrund die Fäden. Als der König entführt wird, wirst Du alias Ewan berufen, ihn ausfindig zu machen. Obwohl der Auftrags ur die Auskundschaftung ist, befreit Ewan ihn mit Hilfe der Elfe Lorean und ihrem Anführer. Du wirst in die Einhorn-Gilde aufgenommen und unterstehst ab sofort Kayl, der Dich mit der Sichtung des Verstecks vom Dämonenlord beauftragt. In einem Zwiegespräch erfährt Ewan, dass Kayl ein Produkt eines Vergehens des Dämonischen an einer Menschenfrau ist. Auch wenn es nicht gelingt, das Böse zu vernichten, versucht Kayl alles, um den König zu schützen und beauftragt Ewan mit der Ermordung Mendes', Ewans einstigen Kommandanten. Ewan beginnt, die Entscheidungen seinen neuen Vorgesetzten in Frage zu stellen, weil dieser Menschen nur zur Verfolgung eigener Interessen einsetzt und verlässt die Gilde. Kayl wird ins Gefängnis geworfen, weil der König nicht versteht und die Ermordung eines ihm Untergebenen aufs Schärfste verurteilt.

Zwei Jahre später, als Ewan sich wieder den Grenzen des Landes nähert, erfährt er von Lorean, die ihm einst bei seinen Aufträgen zur Seite stand, dass Kayl in das Gefängnis des Höllenschlunds gebracht wurde. Der Held entschließt sich dazu, ihr bei der Befreiung zu helfen. Als sie ihn endlich finden, kommt ihnen der Dämonenlord zuvor, der für seinen "Sohn" ein äußerst grausames Ritual vorbereitet hat. Und so kämpfen sich Ewan und Lorean gemeinsam den Weg bis zum drohenden Ende frei - doch wessen Ende wird es sein?

Gameplay:

Ewan befindet sich auf dem Weg zu Mendes, von dem er den Auftrag zur Auskundschaftung erhält. Gleich zu Beginn werden die Grundlagen der Steuerung erklärt. Das Gameplay überrascht gleich zu Beginn mit der großen Vielfalt an Möglichkeiten, die mit der Steuerung durchgeführt werden können, doch dazu mehr im nächsten Punkt. Sehr gut gefällt mir, dass man in fast allen Bereichen immer auf einen Begleiter bei der Lösung zur Wegfindung angewiesen ist, dafür enttäuscht die Anzahl der im Spiel befindlichen Gegner (Fledermäuse, Orks, Zombies, Schwarze Ritter, Dämonen, Beholder und der Endgegner). Als kleinen Trost findet man drei im Spielverlauf drei Elementarsteine (Wind, Feuer, Eis), ohne die das Vorankommen gar nicht möglich wäre. Mit Wind bewegt man schwebende Plattformen, Feuer schmilzt Eis und entzündet Fackeln und Eis löscht Feuer und vereist Gegner. Der Weg zum Ziel führt über etliche Betätigungen von Schaltern und Orbs sowie dem manchmal cleveren Umgang mit Gegnern und Kayl's Verwandlungsfertigkeiten.

Steuerung:

In den Optionen kann man zwischen zwei verschiedenen Tastenbelegungen wählen, frei belegbare Varianten gibt es allerdings nicht. Da das Spiel aus der isometrischen Ansicht heraus gespielt wird, ist die Steuerung auf den ersten Metern etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem, weil in bestimmten Situationen mit der gleichen Taste unterschiedliche Aktionen (je nach Standort) ausgeführt werden können. (Folgende Beschreibung gilt bei unveränderter Steuerung!) Die Tasten 2, 4, 6 und 8 dienen der Fortbewegung, mit der Taste 5 wird angegriffen oder können Dinge hochgehoben und wieder abgelegt werden. Mit der 7 wechselt man zwischen den Items und mit der 3 betätigt man sie. Die Taste 1 dient zur Ausführung der "Specials" (springen, klettern, schwingen). Die im Spiel auftauchenden Begleiter Lorean oder Kayl können nach Betätigung der Taste 0 gesteuert werden. Mit den Tasten 3, 7 und 9 verwandelt man Kayl in eine andere Form und das zweimalige Drücken der 1 erzeugt bei Lorean einen "Doppelsprung".

Grafik:

Mir persönlich gefällt die Grafik sehr gut, aber das ist von Geschmack zu Geschmack sicherlich verschieden. Auch wenn es innerhalb der Gebiete keine Abwechslung gibt (Grasland bleibt Grasland, Lava bleibt Lava und Eis bleibt Eis), so wurde doch in sehr vielen Dingen auf Details geachtet, die vielleicht gar nicht nötig gewesen wären. So wirft die Lava Blasen und in der Schneeregion schneit es. Einen Eyecatcher bilden auf jeden Fall die Charakterportraits links oben, die sehr schön ausgearbeitet wurden.
 
Eigener Eindruck:

Verwöhnt von fernöstlicher Handygrafik sieht man gleich zu Beginn, dass Might & Magic nicht feingetuned wurde. Doch auch wenn die ersten Schritte etwas schwierig waren, so hat sich das Durchhalten alleine aufgrund der Geschichte schon gelohnt. Sicher, das Gute gegen das Böse ist in epischen Spielen fast immer zugegen, wird hier aber durch Ausschweifungen aufgelockert. Wenn man die Bedienung der Steuerung erst einmal beherrscht, macht das Spiel sogar Spaß. Ich für meinen Teil spielte mich in einen kleinen Rausch, weil ich immer wissen wollte, was mich im nächsten Gebiet erwartet und wie ich das bislang Gelernte dort einsetzen muss. Leider hat das Spiel ein sehr großes Manko; die Kurzlebigkeit. Innerhalb weniger Stunden hat man das Ziel erreicht fragt sich zu Recht, warum das schon alles war. Ein paar Kilobyte mehr hätten dem Inhalt und seiner Ausschmückung sicherlich gut getan. So wären zum Beispiel andere Regionen oder mehr Gegner als Lückenfüller sehr geeignet gewesen.

Dennoch hat das Spiel einen absolut positiven Eindruck bei mir hinterlassen und ich würde es jedem empfehlen, der nicht auf ein paar Stunden Fantasy-Flair verzichten möchte.

Screenshots:

   

Getestet auf: LG KP500 "Cookie" ("Keks")
« Letzte Änderung: 10 August 2009, 17:41:06 von Miauchen » Gespeichert
Crish
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« Antworten #1 am: 30 Juli 2009, 23:36:38 »

Holla, da hast du ja einen echten Klassiker ausgegraben. Das Spiel hat mittlerweile satte 5 Jahre auf dem Buckel, was auch erklärt, warum die Grafik und der Umfang nicht mehr ganz Up-to-Date ist. Damals war es eines der Kracher schlechthin. Da freut man sich als Veteran ( Wink ) zu sehen, dass es auch heute noch ein Publikum dafür gibt. Danke für die Review.
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Leoric
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« Antworten #2 am: 31 Juli 2009, 00:19:11 »

Might & Magic war eines der wenigen alten Handy-RPGs, dich ich gespielt habe. Mich hat die Marke gelockt und in gewisser Weise war ich anschließend enttäuscht weil ich etwas anderes erwartet hatte. Die Handyversion hat mit der PC-Serie leider nichts gemein, aber man sollte fair bleiben. Das Spiel ist nicht schlecht und bekommt von mir eine 8 auf der Punkteskala. Auch von mir ein Danke an den Reviewautor.
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Miauchen
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« Antworten #3 am: 31 Juli 2009, 13:31:38 »

Als ich noch "klein" war, habe ich einen Teil der Might & Magic-Reihe auf dem PC gespielt. Allerdings konnte man in genau diesem Part in allen Tavernen das komische Kartenspiel spielen. Dass da ein Vorankommen der Handlung nicht mehr möglich war, kann sich bestimmt jeder denken Cheesy Aber trotzdem hat es Spaß gemacht; und ich bin bei der Mobile-Version genau wie Leoric vom Titel angelockt worden. Zum Glück hat es sich nicht als egoperspektivisches Gemetzel entpuppt.

@ Crish:

Vorneweg danke für das Hinzufügen der Umfrage. In dem Augenblick, als ich den Beitrag abgeschickt habe, fiel mir auf, dass ich sie vergessen hatte. Um ehrlich zu sein, habe ich mich gar nicht mit dem Alter des Spiels beschäftigt. Viel wichtiger war, dass ich wieder ein bisschen Fantasy-Futter auf dem "Keks" hatte Grin Dass es bei dem momentanen Standard auch heute noch ein "Publikum" dafür gibt, wage ich allerdings zu bezweifeln, es sei denn, dass es sich bei mir um ein "Ein-Mann-Publikum" handelt oder die Interessierten wahre Nostalgiker sind.

@ Leoric:

Wenn jemand A sagt, sollte jemand anderes B sagen - in diesem Sinne: Gern geschehen! Wink
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Crish
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« Antworten #4 am: 31 Juli 2009, 14:13:02 »

Du kannst die Umfragen eh erst anhängen, wenn du das Thema gepostet hast. Die Forensoftware ist in dieser Hinsicht etwas seltsam.
Ich glaub M&M wird schon noch den ein oder anderen Download generieren, auch wenn es nicht mehr für die Jamba-Charts reicht. Der Name lockt, ging mir nicht anders.
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Kain
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WWW
« Antworten #5 am: 23 Januar 2010, 13:38:55 »

Ey das kenne ich!
Habe ich vor nen paar Jahren auf meinem alten Sony Erricsson gespielt lol
Und es war laaaaangweilig.
Habe es trotzdem paar Stunden gespielt weil ich gerade nix besseres zu tun hatte. Damals hatte ich ja nicht soviele Spiele müsst ihr wissen. Mir ging es echt auf die Nerven, dass ich immer den falschen Weg gegangen war und man dann immer son Hebel oder sowas betätigen musste. Ich empfehle es niemandem really.
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