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Autor Thema: [Review] Nuclear Collapse  (Gelesen 681 mal)
Crish
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« am: 07 Juni 2008, 13:50:50 »

Getestet auf: SE K750i
Version: 1.0.3

Zugegeben, Nuclear Collapse ist alles andere als ein neues Spiel, wurde aber Anfang 2007 als das RPG schlechthin gefeiert. Grund für mich das Spiel einmal zu spielen und meine Erfahrungen hier niederzuschreiben.

Story

Nuclear Collapse hat ein Worst Case-Szenario zum Hintergrund, in dem die Menschen 2039 einen intergalaktischen Krieg verloren haben und daraufhin von ihren außerirdischen Widersachern versklavt wurden. Mittels Psi-Kontrolle werden die Massen in Zaum gehalten, doch einige wenige sind imun gegen die Gedankenkontrolle der Aliens. Um sich nicht unnötig viel Ärger zu machen, hat man diese aber in gut bewachte Minen verbannt, wo sie hart arbeiten und keine Zeit zur Revolte haben. Der Spieler selbst schlüpft in die Rolle eines dieser Arbeiter, dem kurz zuvor zufällig eine Karte der Oberfläche in die Hände fiel. Allem Anschein nach gibt es dort oben doch noch eine Siedlung von Menschen, was ihn zum Ausbruchsversuch bewegt. In dieser Situation fängt der Spieler an die Geschichte zu schreiben.

Gameplay

Bevor man sich tatsächlich zur Oberfläche durchkämpft, muss erst einmal ein wenig Erfahrung gesammelt werden, um die Charakterattribute und Fähigkeiten auf ein ausreichendes Level zu bringen. Dazu erhält man in der Mine verschiedene Quests. Hierbei geht es allerdings nicht nur um das Erfahrungsammeln an sich, sondern man erlangt durch erfüllte Quests das Vertrauen der Mithäftlinge, die daraufhin mit dem Spieler handeln oder ihn zu einem besseren Kämpfer ausbilden. Wichtig ist, dass man durch einen Levelaufstieg nur wenig stärker wird, aber Lernpunkte erhält, die dann bei einem Trainer gegen Geld in 4 Attribute und 12 verschiedene Fähigkeiten gesteckt werden können. So kann man den Umgang mit verschiedenen Waffentypen verbessern, sich zum Mediziner, Techniker und Freizeitrambo, dessen Kenntnisse von Technik und Schlössern sich auf den Umgang mit der Brechstange beschränken, ausbilden lassen. Hier wird dem Spieler jede Freiheit gelassen, die er nur haben kann. Ähnlich frei geht es bei der Waffenwahl zu. Ob man nun als Endzeitsamurai das Schwert schwingt, als Boxer die Knöchel knacken lässt, oder mit diversen Schusswaffen die zahlreichen Feinde niedermetzelt, bleibt dem Spieler überlassen.
Die Kämpfe sind dabei recht simpel gehalten. Als Nahkämpfer stürmt man auf die Gegner zu und drückt bei Kontakt solange in ihre Richtung, bis entweder sie oder man selbst das Zeitliche segnet. Fernkämpfer haben das nicht nötig. Mittels Tastendruck wählen sie einen in Reichweite stehenden Gegner aus und beschießen ihn bis zu dessen Tod, ohne eine weitere Taste drücken zu müssen. Getöte Gegner hinterlassen hin und wieder Gegenstände, die gewinnbringend verkauft werden können, oder sie lassen direkt ihr Portmonee liegen, was den Gang zum Händler erspart.

Grafik/Sound

Der Spieler wandert durch eine wenig attraktive isometrische Welt. Wenig attraktiv besitzt hier eine gewisse Doppeldeutigkeit. Tatsächlich sind die Umgebungen karg und wüst, was natürlich zur Hintergrundgeschichte passt, allerdings ist die Grafik auch einfach nicht Up to Date. Insgesamt gibt es wenig Abwechslung fürs Spielerauge, das heißt wenig unterschiedliche Umgebungen und noch weniger Animationen.
Ähnlich verhält es sich beim Sound, der eine nettes Titellied zu bieten hat, sich dann aber auf ein kreative Stille konzentriert.

Eigener Eindruck

Nuclear Collapse ist immernoch ein gutes Spiel, kommt aber an heutige Toptitel nicht mehr heran. Das größte Manko ist dabei die eher dünn gesähte Story. Sobald man die Minen verlassen und die Siedlung des Widerstands gefunden hat, bewegt man sich geradlinig auf das Ende zu. Nahezu alle machbaren Quests können direkt angenommen und nacheinander abgearbeitet werden. Ein paar Haken hätte die Story aber schlagen können, um das Ganze interessanter zu machen.
Andererseits dürfte es kein anderes Handyrollenspiel geben, das dem Spieler soviel Freiheit gibt, wie Nuclear Collapse. Außerdem wurde bei der Portierung des Genres saubere Arbeit geleistet, denn auch in kurzen Sitzungen kann der Spieler im Spiel vorankommen. Leider knickt auf Dauer die Motivationskurve etwas ein, da man im Grunde nur dasselbe tun muss: kämpfen und Schlösser knacken, was aber eine zeitlang wirklich Spaß macht.
Trotz dieser Mankos ist Nuclear Collapse auch gut anderthalb Jahre nach der Veröffentlichung ein grundsolides RPG, das vor allem in Punkto Freiheiten beim Charakterdesign auf dem Handy seinesgleichen sucht. Sollte man sich also nicht an der veralteten Präsentation und der etwas dünnen Story stören, kann man mit diesem Spiel wirklich einen Haufen Zeit totschlagen, nicht zu letzt wegen des beachtlichen Umfangs der Spielwelt.

Screenshots

       

Trailer



Links

http://www.mdes-mobile.de/nc/nuclear_start.html
« Letzte Änderung: 07 Juni 2008, 14:12:45 von Admin » Gespeichert
Arctica
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Elements-sama@hotmail.de
« Antworten #1 am: 09 Juni 2008, 06:48:10 »

Naja, sieht bzw. hört sich ja gar nicht mal so schlecht an. Wenn ich nicht gerade wieder mal Heroes Lore zocke, werd ich es mir vielleicht holen.^^
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Leoric
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« Antworten #2 am: 10 Juni 2008, 19:33:48 »

Na, das klingt doch ganz nach meiner Kragenweite. So ein Endzeit-RPG hab ich seit Fallout 2 nicht mehr gespielt. Smiley
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Crish
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« Antworten #3 am: 11 Juni 2008, 09:17:09 »

Na denn viel Spaß damit. Cheesy
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Leoric
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« Antworten #4 am: 11 Juni 2008, 14:51:48 »

Hui, das Spielchen gibts ja sogar bei ***yo. Da kann ich es mir ja sogar günstig kaufen. Cheesy
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